Showlaser

Wie setze ich Laser sicher ein?

Schall- und Laserverordnung
Laserleitlinie befolgen
Grenzwerte einhalten
Veranstaltung melden


Schall- und Laserverordnung

Der Schutz des Publikums bei Veranstaltungen, bei welchen elektroakustisch erzeugter oder verstärkter Schall oder Laserstrahlen eingesetzt wird, wird durch die Schall- und Laserverordnung (SLV) geregelt.

Im 3. Abschnitt der Verordnung wird auf Laserstrahlen eingegangen (siehe Art. 10 und 11 SLV)
Schall- und Laserverordnung (PDF)

Nach oben


Laserleitlinie befolgen

Design, Installation und Betrieb einer Laseranlage sind durch erfahrene und gut ausgebildete Personen vorzunehmen. Beim Aufbau und Betrieb der Laseranlage muss die Laserleitlinie befolgt werden (IEC 60825-3). Der oder die Lasersicherheitsverantwortliche muss am Veranstaltungsort über ein Sicherheitsdossier der Laservorführung verfügen, das vollständig und detailliert darüber Auskunft gibt, wie die Lasersicherheit gewährleistet wird. Das Sicherheitsdossier ist in allen Realisierungsphasen der Laservorführung (Entwurf, Planung, Installation, Einstellung, Anpassung und Betrieb) zu aktualisieren.

Folgende Punkte müssen zur Sicherheit des Publikums bei Laserveranstaltungen jeder Art eingehalten werden:

  • Die Installation, die Inbetriebnahme sowie die Überwachung der Laseranlage erfolgt duch fachlich qualifiziertes Personal.
  • Die Laseranlage ist mit einem Schloss oder Code versehen.
  • Die Laseranlage ist für das Publikum unzugänglich.
  • Die Laseranlage inkl. Zubehör (z.B. externe Spiegel) ist so fixiert, dass sie durch unerwartete Ereignisse nicht verstellt werden kann.
  • Die Laseranlage ist mit einem Not-Aus-Schalter versehen.
  • Das Publikum ist nicht durch Reflexionen an spiegelnden Gegenständen gefährdet.
  • Während einer Veranstaltung dürfen keine Neueinstellungen oder Korrekturen am Strahlverlauf vorgenommen werden.
  • In einem Notfall (z.B. Stromunterbruch) muss der direkte Einzelstrahl mindestens oberhalb 2,5 Meter in Gebäuden und 5 Meter im Freien verlaufen und/oder durch einen Beamshutter (Austrittssperre) abgefangen werden.
  • Gelangen während einer Veranstaltung Strahlen aus Effekten in den Publikumsbereich, muss die Unbedenklichkeit nachgewiesen und/oder begründet werden.
  • Je nach Situation muss mit Laserwarnschildern und Laserdaten auf die Gefahr von Laserstrahlen aufmerksam gemacht werden.

Nach oben


Grenzwerte einhalten

Die Laserstrahlung darf im Publikumsbereich nicht stärker als die maximal zulässige Bestrahlung (MZB-Werte) nach der Norm IEC 60825-1 sein. Unter Publikumsbereich versteht man den Raum bis 3 Meter oberhalb und 2,5 Meter seitlich der Flächen, auf denen sich das Publikum aufhalten kann. Verlaufen die Laserstrahlen nicht im Publikumsbereich, besteht keine Gefahr für das Publikum, sofern der Laser stabil montiert ist und sich keine spiegelnden Gegenstände im Strahlverlauf befinden.
MZB-Werte für maximal zulässige Bestrahlung
Laser-Einrichtungen für Show- oder Projektionszwecke (PDF)

Laser Berechnungstool

Mit dem "Laser Berechnungstool" kann abgeschätzt werden, ob eine gegebene Laseranlage den Grenzwert gemäss Schall- und Laserverordnung einhält. Die Berechnung basiert auf Annahmen, die für verschiedene Laseranlagen unterschiedlich sein können. Daher ist das Resultat der Berechnung als Richtwerte zu verstehen.
"Laser Berechnungstool"

Messung in Echtzeit mit LASRA

Bisher war es sehr schwierig, das Gefährdungspotential einer kompletten Lasershow zu beurteilen. Deshalb hat das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein neues Beurteilungssystem entwickelt: den Laser Show Risk Analyzer (LASRA). Der LASRA erlaubt es, vor Ort die geplante Lasershow in ihrer Gesamtheit im Publikumsbereich zu messen und überprüfen. Überschreitet die Show den Grenzwert, kann mit den Veranstaltern nach Lösungen gesucht werden. Oft reichen kleine technische Anpassungen, um das Risiko zu minimieren und die Grenzwerte der SLV einzuhalten. So lassen sich ohne Verbot sichere Lasershows betreiben. .
METAS
Risikobeurteilung von Lasershows (PDF)

 

Quelle: "Einstein" vom 9.1.2014 Gefährliche Lasershows

Nach oben


Veranstaltung melden

Veranstaltungen mit Laseranlagen der Klasse 1M, 2M, 3R, 3B oder 4 müssen der Vollzugsbehörde bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung gemeldet werden. Falls die Meldestelle nicht über ein separates Meldeformular verfügt, muss in der Meldung mindestens angegeben werden:

  • Ort und Art der Veranstaltung
  • Datum, Beginn und Dauer der Veranstaltung
  • Name und Adresse der Veranstalterin oder des Veranstalters
  • Ort und Zeit des Einsatzes der Laseranlagen
  • Klassierung der einzusetzenden Laseranlagen
  • Informationen, ob Laserstrahlen während der Veranstaltung direkt oder indirekt innerhalb des Publikumsbereichs verlaufen
  • Plan des Veranstaltungsortes mit Publikumsbereich und allen Sicherheitsabständen
  • Name und Erreichbarkeit der verantwortlichen Person an der Veranstaltung

SLV: Kantonale Fach- und Meldestellen

Das BAG informiert mit dieser Publikation unter anderem über Massnahmen und Anforderungen für die Planung, die Installation und den Betrieb einer Laserveranstaltung.
Lasershows und andere Veranstaltungen mit Laser - Informationen für Veranstalter (PDF)

Nach oben


Bildquelle

a Grand-Duc, Wikipedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0

LasershowLasershowLasershow

Lasershow
a.